EnmoduS

 

EnmoduS: Energiedatengestütze Optimierung modular geplanter Shopping-Center

 

Laufzeit: 3 Jahre

Start: 07/2017

Ende: 06/2020

Projektpartner: Institut Entwerfen und Konstruieren, Leibniz Universität Hannover

Fördergeber: BMWi - Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie,

Förderkennzeichen: 03ET1502B

  EnmoduS EBC Abbildung1: Forschungskonzept  

Ein wesentlicher Teil des Energieverbrauchs von Shopping-Centern wird für die Klimatisierung verwendet. Der hohe flächenspezifische Energieverbrauch bietet ein großes Energieeinsparpotential, welches durch effizienten Betrieb bestehender Anlagenkonzepte auf der einen Seite und durch die Identifikation effizienter Anlagenkonzepte für zukünftige Center auf der anderen Seite abgeschöpft werden kann.

  Modulbildung zur schnellen Simulation von Shopping Centern EBC Abbildung 2: Modulbildung zur schnellen Simulation von Shopping Centern

Um eine Empfehlung für die Planung von energieeffizienten Shopping-Centern in Form eines Best Practice Guides zu erstellen werden bestehende Versorgungs- und Übergabesysteme in einem tiefergehenden Benchmark zur Bildung von für Shopping-Center charakteristischen Energiekennwerten analysiert und Verbrauchs- und Betriebsstrukturen momentaner Shopping-Center durch Intensivmonitoring über den gesamten Projektverlauf erfasst. Parallel dazu wird ein simulativer Modulbaukasten zur schnellen Auslegung neuartiger Gebäudeenergiesysteme entwickelt. Dabei fließen die Forschungsergebnisse der gleichzeitig laufenden Luftqualitätsuntersuchungen zur möglichen Reduktion des konditionierten Frischluftanteils mittels sensorbasierter Luftqualitäts-Regelung und der parallel dazu zu entwickelnden hoch-induktiven Luft-Wasser-Systeme zur Bereitstellung einer variablen Frischluftmenge bei simultaner Abfuhr der erforderlichen Kühllasten als Randbedingungen für eine gesamtheitliche Betrachtung des komplexen Gebäudeenergiesystems „Shopping-Center“ in den Modulbaukasten ein.

Die zu definierenden Anlagentechnik-Module auf der einen und Gebäudezonen-Module auf der anderen Seite erlauben eine energetisch aufeinander abgestimmte Versorgung von solchen Gebäudekomplexen. Die anhand von dynamischen gekoppelten Ganzjahressimulationen vorgenommene Optimierung von Gebäudezonen-Anlagentechnik-Systemen erlaubt eine Empfehlung in Form eines Best-Practice Guides für das zukünftige Design und den Betrieb von Shopping-Centern.